Pulsorohre und Strahlturbinen

Mehr als nur heiße Luft!



Kaum hatten sich die Kolbenmotoren in der Luftfahrt etabliert, ersann man bald darauf

neue, noch leistungsfähigere Antriebe.

Während der Münchner Paul Schmidt ab 1928 an seiner Idee arbeitete, ein intermittierendes, d.h. pulsierendes Strahltriebwerk zum Laufen zu bringen, beschritten Ende der 1939er Jahre der Brite Frank Whittle und der Dessauer Hans-Joachim Pabst von Ohain einen anderen Weg: Sie erfanden unabhängig voneinander die kontinuierlich arbeitende Strahlturbine. Als Folge hiervon wurde 1939 mit der Heinkel He 178 der erste Düsenflug durchgeführt.

Schmidts Triebwerke hingegen waren die so genannten Pulsrohre, die aufgrund ihrer kurzen Lebensdauer während des 2. Weltkrieges vorrangig die V1-Bomben antrieben.

Beide Antriebsarten wurden sehr bald von den Tüftler unter den Modellbauern als Antriebe für ihre Zwecke verwirklicht: Zuerst wurden die kaum drosselbaren Pulsrohre bei Hochgeschwindigkeits-Fesselflugmodellen eingesetzt, später vereinzelt auch in RC-Jets.

Parallel hierzu gelang es einigen feinmechanisch Versierten nach anfänglichen

Schwierigkeiten ihre Eigenbau-Strahlturbinen zufriedenstellend zum Laufen zu bringen

und damit erfolgreich ihre RC-Modelle anzutreiben.

Anfangs wurden Baupläne für den Selbstbau publiziert, bis dann seit den 1990er Jahren ein immer größeres Angebot an Strahlturbinen diverser Hersteller auf den Markt kam.


(Ein Klick auf ein Bild zeigt Ihnen den jeweiligen Antrieb im Detail.)

 

FD 3/64